Armageddon Investing: Welche Aktien profitieren vom Ende der Welt?

Bei immer neuen Aktien-Höchstständen und gleichzeitig permanenter Euro-Krise, Dollar-Schwemme und diversen Kriegen und Krisen weltweit, warten immer mehr Anleger darauf, dass der nächste große Crash die Börse in den Abgrund reisst.

Bücher wie „Der Crash kommt“ der „Der Crash ist die Lösung“ dominieren schon seit einiger Zeit die Bestsellerlisten. Wobei die wahren Crash-Propheten nicht von einer größeren Marktkorrektur oder einem längeren Bärenmarkt ausgehen, sondern von einer regelrechten Implosion des Geldsystems, mit Hyperinflation, weltweiter Wirtschaftskrise und Zusammenbruch ganzer Volkswirtschaften. Die Empfehlung ist fast immer dieselbe: Gold, Gold, und nochmals Gold – Papiergeld wird auf kurz oder lang nichts wert sein, also rein in die Krisenwährung schlechthin.

Wenn wir mal vom Mad Max Szenario absehen, bei dem die Zivilisation wie wir sie kennen aufhört zu existieren (in diesem Fall war die Mitgliedschaft im lokalen Schützenverein vermutlich die beste Investition in die Zukunft), bedeutet eine aufziehende Krise für den hartgesottenen Anleger vor allem eines: Investmentchancen.

Aber welche Branchen und Firmen profitieren wohl am meisten, wenn das Fundament der Weltwirtschaft bröckelt und die Krise um sich greift? In der letzten großen Krise, dem Fast-Zusammenbruch der Weltwirtschaft nach der Lehman-Pleite, als die Welt für kurze Zeit in den Abgrund geblickt hat, gab es schon einmal Überlegungen zum Armageddon Investing, mittlerweile kann man tatsächlich sogar Seminare fürs Endzeit-Investieren buchen. Ein paar naheliegende Investment-Überlegungen:

  • Campbell Soup Co (CPB) – Wenn alles zusammenbricht hat man besser einen großen Vorrat an Dosensuppen und Konserven im Vorratsschrank
  • Taser International (TASR) – Irgendwie muss man seine Konserven ja auch vor dem Mob da draussen beschützen
  • Smith & Wesson Holding Corporation (SWHC) – vielleicht reicht ein einfacher Taser nicht aus für die bevorstehende Apokalypse, und man braucht größere Geschütze.

Alle drei Firmen bewegen sich übrigens derzeit auf Höchstständen, wie auch immer man das deuten will. Aus Deutschland wären folgende Firmen für ein Armageddon Portfolio nicht die schlechteste Wahl:

  • KTG Agrar (K7): Wenn sich aufgrund der Krise niemand mehr Tiefkühlpizza und Convenience Food leisten kann, und die Lieferketten von Nestle & Co zusammenbrechen, fährt man mit einem direkten Investment in Kartoffeln und Getreide vermutlich besser.
  • Berentsen Gruppe AG (BEZ3): Nach einer Flasche Korn sieht die globale Krise schon gar nicht mehr so schlimm aus.
  • Rheinmetall AG (RHM): Während die deutschen Kleinwaffenhersteller in der Regel in Privatbesitz sind (z.b. die Firma mit dem passenden Namen Krieghoff), kann man mit Rheinmetall zumindest an den steigenden staatlichen Rüstungsausgaben in einer Krise profitieren. Denn an der Rüstung werden die Staaten im Krisenfall sicher als letztes sparen.

Für passive Investoren, die nicht auf Stock-Picking setzen wollen, fehlt leider noch der passende Indexfonds zum Thema. Aber wer weiss, vielleicht gibt es ja demnächst einen iShares MSCI World Armageddon Select UCITS.

Allerdings: Der amerikanische Schusswaffenhersteller Colt steht aktuell vor der Pleite, und der deutschen Waffenschmiede Heckler & Koch ging es auch schon mal besser. Insofern vielleicht doch ein gutes Zeichen für Weltwirtschaft und Zivilisation.

 

Auch bei diesem nicht ganz ernstzunehmenden Thema der notwendige Disclaimer:

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