Der perfekte Wodka

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Nachdem wir hier schon den perfekten ETF für alle möglichen Weltregionen gesucht (und gefunden) haben, können wir uns langsam den wirklich wichtigen Fragen zuwenden: Was ist eigentlich der perfekte Wodka?

Ich weiss, was Sie jetzt denken, und Sie haben recht: Was hat das ganze mit Aktien, Börse und Finanzen zu tun? Nun, nicht viel, aber zumindest genug, dass sich die Macher des exzellenten amerikanischen Finanzpodcasts „Planet Money“ damit beschäftigt haben.

Zur Vorgeschichte muss man wissen, dass ich eigentlich eher Wein- und Biertrinker bin, und abgesehen von Gin&Tonic harten Alkoholika eher wenig abgewinnen kann. Whiskey oder Wodka gehören für mich eher in die Kategorie „Brennspiritus“: sicher ganz effektiv, um sich zu betrinken, aber kein Genuss. Bis mich dann mal ein Freund eines besseren belehren wollte und mir einen Grey Goose Vodka vorgesetzt hat. Und siehe da, der schmeckte gar nicht nach Feuerwasser, sondern erstaunlich mild und harmonisch. Gut, immer noch nicht so toll als dass ich jetzt abends vor dem Kamin statt Rotwein russischem Schnapps ins Glas schenke. Aber ich kann seitdem zumindest nachvollziehen, warum jemand 40 Euro für eine Flasche Grey Goose ausgibt, obwohl das mehr als das dreifache ist, als für eine Flasche Absolut Vodka fällig wird.

Nun sind die Podcaster von Planet Money genau dieser Frage nachgegangen: Ist ein Premium Wodka wie Grey Goose eigentlich sein Geld wert?

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Vanguard gegen MiFid 2 – oder warum meine Bank mir keine Indexfonds mehr verkauft

Meine Wandlung zum Vanguard-Jünger muss noch etwas warten, denn meine Hausbank DKB verkauft mir keine Vanguard Fonds. Schuld ist wohl ein Ungetüm namens MiFid 2. Was klingt wie die Fortsetzung eines erfolgreichen Kinofilms („MiFid 2 – die Rückkehr der Dividendenritter“), ist die zweite Auflage der „Markets in Financial Instruments Directive“, also eine Finanzmarktrichtlinie, die zum 1. Januar in Kraft getreten ist.

MiFiD 2 soll eigentlich den armen Bankkunden vor bösen Spekulationen schützen. Otto Normaldepotkunde hat das u.a. daran gemerkt, dass seine Hausbank ihm zum Jahreswechsel aufgefordert hat, den WpHG-Bogen neu auszufüllen. Dieser Wertpapierhandelsgesetz-Bogen, in dem man seine Erfahrungen mit Aktien und Fonds dokumentiert, soll verhindern, dass die Banken der sprichwörtlichen Lehman-Oma wieder windige Derivate verkaufen, von denen sie keine Ahnung hat und mit denen sie ihre gesamte Rente verzockt. Die Bank definiert anhand des Bogens, für welche Produkte man „reif“ ist und von welchen man lieber die Finger lassen soll (bzw. muss).

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Cryptomining lohnt sich doch, my Darling

Nicehash Miner

Nach dem ersten und zweiten Versuch, mit Bitcoin-Mining am heimischen Rechner schnell reich zu werden, hatte ich das Thema eigentlich dauerhaft zu den Akten gelegt. Zu schnell ist der anfangs ganz ordentliche Gewinn pro Tag auf Centbeträge zusammengeschrumpft, als dass das halbwegs profitabel zu betreiben gewesen wäre. Nach den Kursexplosionen von Bitcoin, Ripple & Co in den letzten Monaten hab ich mir das ganze aber doch mal wieder angeschaut. Und siehe da: Das Mining in Deutschland lohnt sich für den Moment wieder.

Back to the Roots

Beim letzten Versuch hatte ich mich auf Ethereum spezialisiert, das ich über einen Mining-Pool geerntet habe. Da es bei den derzeitigen Kursschwankungen quasi jeden Tag eine andere digitale Währung gibt, die am profitabelsten zu minen ist, ich aber nicht jeden Tag einem neuen Mining-Pool beitreten möchte, bin ich jetzt aber wieder zu Nicehash zurückgekehrt. Mit Nicehash hatte ich vor einem halben Jahr meine ersten Cryptomining-Schritte gemacht. Hier vermietet man quasi seine Rechenleistung an andere Kryptominer, und es wird automatisch das derzeit profitabelste Programm ausgewählt. Das heißt egal ob jetzt Ripple, Ethereum oder FantasyCoin gerade angesagt ist, bin ich immer dabei (sofern meine Grafikkarte dafür geeignet ist), und bekomme am Ende Bitcoins dafür ausgezahlt.

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Update: Der perfekte ETF für die Pazifik Region

Seit dem ursprünglichen Artikel zu Asien-Indexfonds sind mittlerweile zweieinhalb Jahre vergangen. Viel Zeit in der Welt der ETF, in der sich seit dem einiges bewegt hat. Für deutsche Anleger ist insbesondere der Markteintritt des Branchenriesen Vanguard relevant: Seit kurzem kann man jetzt auch an der Frankfurter Börse Vanguard-Indexfonds kaufen und verkaufen, was manchen Anleger geradezu in Extase versetzt.

Zur grundsätzlichen Bewertung der Vanguard ETF hat der Finanzwesir mal wieder die wesentlichen Dinge gesagt. Wichtigster Unterschied zu den anderen Platzhirschen iShares oder HSBC: Vanguard setzt auf den Indexanbieter FTSE, während die meisten anderen auf MSCI Indizes aufbauen. In der Praxis ist das kein so großer Unterschied, da die Indizes sehr ähnlich aufgebaut sind und auch in der Performance sehr eng beieinander liegen. Allerdings lassen sich die Fonds damit nicht mehr ganz sauber miteinander vergleichen. Was uns nicht davon abhält, das hier trotzdem zu tun.

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2017 – der Jahresrückblick

2017

Mittlerweile ist man mit einem Jahresrückblick Mitte Dezember ja schon spät dran, RTL & Co haben die großen „So war 2017“ Shows schon Anfang des Monats gesendet. Daher also auch hier der Rückblick auf die letzten 12 Monate Teilzeitinvestor, obwohl das Jahr noch nicht ganz durch ist. Wenn in den letzten zwei Dezemberwochen noch ein spontaner Aktiencrash kommt, kann ich den Artikel ja immer noch überarbeiten…

Generell war 2017 geprägt vom Zuschauen an der Seitenlinie: Zinsen auf Tiefsständen, Aktien auf Rekordniveau. Keine Anlageklasse hat mich dieses Jahr so richtig überzeugen können, mal von Kryptowährungen abgesehen. Anlagenotstand nennt man das wohl. Aber, der Reihe nach:

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Crypto-Mining: Die goldenen Zeiten sind vorbei. Oder doch nicht?

Nanopool

Nach dem großen Hype um passives Einkommen mit Crypto-Mining war klar, dass die Blase irgendwann platzt. Das vorläufige Ende kam dann aber doch noch schneller als erwartet. Schon nach den ersten vier Wochen hatte sich die Rentabilität meiner Bergwerksoperation halbiert, und danach ging es zügig weiter bergab. Zwischenzeitlich war der tägliche Rohertrag (Verdienst abzüglich Stromkosten) auf unter 40 Cent abgesackt, das kann man sich dann selbst als Hobbyprojekt nicht mehr schönrechnen. Schließlich wird der Mining-Computer durch das Rund-um-Die-Uhr-Schürfen nicht unerheblich belastet, und was nützen mir am Ende des Monats 10 Euro Verdienst, wenn das Netzteil dafür abraucht.

Hauptgrund für den schnellen Niedergang war der Absturz von Ethereum, denn das ist die Kryptowährung, um die es beim Mining geht (direktes Bitcoin Mining ist schon lange nicht mehr profitabel in Deutschland zu betreiben). Ethereum war von 350 Euro Mitte Juni innerhalb von vier Wochen auf unter 150 Euro abgestürzt. Und dieser Crash schlug sich direkt auf die Rendite von Ethereum Mining nieder. Dazu kommt, dass das Angebot an Mining-Kapazität sich stetig erweitert hat, weil jeder auf einmal damit anfing, Coins zu schürfen. Und gleichzeitig die difficulty, also die Schwierigkeit, neue Coins zu errechnen, weiter angestiegen ist, was bedeutet dass man mit der gleichen Rechenleistung weniger Coins errechnen kann.

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