Stop Loss – sinnvoll oder nicht?

stop loss

Der Finanzrocker hat vor einiger Zeit etwas unfreiwillig einen Reibach mit seinen Adidas Aktien gemacht: Sein Stop Loss wurde gezogen, die Aktie hat also einen von ihm vorher festgelegten Wert unterschritten und wurde dann automatisch verkauft. Was mich daran erinnert hat, dass ich früher ein großer Fan von Stop Loss Grenzen war, mittlerweile aber fast vollständig darauf verzichte.

Halten du sollst!

Generell widerspricht das Setzen eines Stop Loss der hier immer wieder postulierten „buy-and-hold“ Strategie. Wenn ich glaube, dass der Aktienmarkt sich auf lange Sicht positiv entwickelt, brauche ich mich um das kurzfristige Auf und Ab der Kurse nicht zu kümmern. Selbst wenn der Markt bei einem Crash mal 40 Prozent einbricht, wird er in the long run wieder zu neuen Höchstständen aufsteigen. Davon kann ich nur profitieren, wenn ich nicht zwischendurch mal ausgestoppt wurde und meine Aktien verkauft habe.

Laufenlassen du musst!

Andererseits kann man mit einem Stop Loss die alte Börsenweisheit umsetzen, Gewinne laufenzulassen und Verluste zu begrenzen.

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Was kostet eigentlich so ein Indexfonds?

Das Thema Indexfonds entwickelt sich auch langsam in Medien zu einem Trendthema. Um das eigentlich eher langweilige passive Investieren in ETF für den Leser etwas reisserischer aufzumachen, warnt die Welt aktuell vor gefährlichen Kostenfallen bei ETFs (danke an Leser Alex für den Hinweis).

Total easy

Kostenfallen? Dabei sollte bei Indexfonds doch eigentlich alles ganz einfach sein: Mit der „Total Expense Ratio“ (TER) gibt jeder Indexfonds an, wie hoch seine Gebühren insgesamt sind. Dieser Prozentwert besagt, dass ich bei einer TER von 0,5 Prozent zum Beispiel jährlich etwa 50 Euro an Gebühren zahle, wenn ich 10.000 EUR in diesen Fonds angelegt habe. Die 50 EUR zahle ich nicht direkt, sondern sie werden einfach vom Wert meiner Anteile abgezogen.

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Handlungsbedarf bei Dividenden und US Quellensteuer?

Steuerberechnung

Da hatten mir die Kollegen Finanzrocker und Finanzwesir mit ihrem Podcast zu Dividendenaktien doch kurzzeitig einen Schrecken eingejagt: Nein, nicht die rigorose Ablehnung der Dividendenstrategie durch den Finanzwesir hat mich erschrocken – auch ein Wesir darf sich schließlich mal irren 😉

Aufschrecken ließ mich die Anmerkung des Finanzrockers, dass man bei seiner Bank einen „Rabatt“ auf die Quellensteuer für US-Aktien beantragen muss bzw. kann. Und dann statt 30% nur noch 15% Quellensteuer zahlt.

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Das Lesen der Anderen: Mai 2016

Der monatliche Rückblick auf lesenswerte Artikel aus dem Finanzbereich:

Schon etwas älter, aber erst kürzlich entdeckt: Ein langes Porträt über Mr. Money Mustache im New Yorker. Auch wenn ich nicht alle Ansichten von Herrn Geldbart teile, ist Mr. Money Mustache der Auslöser für dieses Blog und meine Beschäftigung mit Finanzieller Unabhängigkeit gewesen.

Rico kauft Aktien nur wenn sie teuer sind  😉

Thomas Fricke rechnete mit dem Mantra von Globalisierung und Marktliberalisierung ab.

Der Wirtschaftswaise ist skeptisch, was Indexfonds angeht.

Der Finanzwesir war im Fernsehen. Langsam kann sich der Wesir mal Autogrammkarten zulegen.

Christian Kirchner empfiehlt einen Podcast mit Burton Malkiel („A random walk around Wall Street“) und fasst dabei schon mal die wichtigsten Aussagen zum passiven Anlegen zusammen: „Halte die Dinge einfach, achte auf Gebühren, lass’ die Finger von Markttiming“.

Dividendenaktien – Kaufen vor oder nach dem Stichtag?

Wer Dividendenaktien kauft, will vor allem eines: eine kontinuierliche stabile Dividende. Soweit so einfach. Um aus den Dividenden einen passiven Einkommensstrom zu generieren, von dem man seine Miete zahlen kann, wäre es sehr praktisch, wenn die Unternehmen ihre Auszahlungen jeden Monat vornehmen würden, quasi als Ersatz zum Gehaltsscheck. Tatsächlich gibt es mittlerweile eine Reihe von Firmen, die mehrfach im Jahr ausschütten, die Firma Realty Income in den USA hat sogar ein Trademark auf ihre monatlichen Auszahlungen registriert und nennt sich explizit „The Monthly Dividend Company“.

Alle Jahre wieder

Deutsche Unternehmen sind da etwas konservativer und schütten traditionell nur einmal im Jahr aus. Für Aktienkäufer ist es daher durchaus relevant, wann der Auszahlungstermin bevorsteht: Der der sogenannte Ex-Tag bestimmt, an wen die Kohle ausgeschüttet wird. Kaufe ich die Aktie direkt vor Ex-Tag, erhalte ich die volle Dividende für das zurückliegende Jahr, kaufe ich einen Tag später, erhalte ich die nächsten zwölf Monate erstmal gar nichts. Klingt doch nach einem bombensicheren Geschäft: Aktien vor dem Ex-Tag kaufen, Dividende einstreichen, und danach die Aktie wieder abstoßen.

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Geld, Gold, ein sorgenfreies Leben* – Mein persönliches Sparziel

Ich bin nicht gerade ein Freund von „Blogparaden“, die in vielen Fällen nur ein schlichter Vorwand sind, Backlinks für das eigene Blog zu generieren. Der Finanzrocker hat allerdings zu einer Parade aufgerufen mit einer Fragestellung, die ich hier im Blog eh einmal etwas näher beleuchten wollte, nämlich: Was soll eigentlich das ganze Sparen und Anlegen, zu welchem Zweck sammelt man Geld auf Konten und Depots statt sich einfach ein schickes neues Auto zu kaufen oder first class in den nächsten Urlaub zu fliegen?

YOLO

Tatsächlich habe ich mir die Frage lange Zeit nicht gestellt. Ich habe gleich nach dem Studium einen ganz gut bezahlten Job bekommen, meinen Lebensstandard aber nicht gleich von Studi-Niveau auf Besserverdiener umgestellt. Was dazu führte, dass jeden Monat mehr Geld aufs Konto kam als ich ausgegeben habe. Mit der Zeit stieg natürlich auch bei mir der Lebensstandard: Größere Wohnung, neues Auto, schicke Urlaube. Aber gleichzeitig stieg auch das Gehalt, und obwohl ich nie ein Haushaltsbuch geführt habe blieb es immer dabei, dass unterm Strich am Monatsende ein paar Euro übrig blieben. Geholfen hat dabei, dass ich mir noch nie etwas auf Kredit gekauft habe. Meinen ersten (und bislang einzigen) Neuwagen habe ich mir erst gekauft, als ich ihn cash bezahlen konnte. Und auch bei anderen größeren Anschaffungen habe ich mir immer erstmal überlegt, ob ich das wirklich brauche, und statt des neuen iPhones für 600 Euro lieber ein solides Android-Handy gekauft, das weniger als die Hälfte kostet.

Wenn man jahrelang auch nur ein wenig unter seinen finanziellen Möglichkeiten lebt, sammelt sich ganz von alleine ein kleines Vermögen an, selbst wenn man wie ich davon einiges in windige Neuer Markt Aktien versenkt hat. Einziges diffuses Ziel bei dieser Sparaktion war, mir einen Sicherheitspuffer aufzubauen, von dem ich im schlimmsten Fall auch mal ein paar Monate ohne Job überbrücken könnte, und der mich ansonsten einfach ruhiger schlafen lässt.

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Das eigene Depot tracken mit Google Docs

Um einen Überblick über den eigenen Depotstand zu bekommen, macht man im einfachsten Fall seinen Online-Account bei der Bank auf und sieht mehr oder weniger komfortabel die aktuellen Kurse, Einstandspreise und Wertentwicklung der eigenen Aktien. Schwieriger wird es, wenn man seine Aktien auf unterschiedliche Banken und Broker verteilt hat, z.B. ein Abgeltungssteuerdepot bei Bank X, ein ETF-Sparplan-Depot bei Bank Y und ein Spielgeld-Depot bei Broker Z. In diesem Fall kann man ein Musterdepot bei ein einem der zahlreichen Finanzportale anlegen, trägt dort brav alle seine Wertpapiere mit Einstandskursen ein, und hat dann immer einen aktuellen Überblick über den Vermögensstand, jederzeit von überall online zugreifbar.

Wenn man umfangreichere Auswertungen machen will, kommen die Websites der Finanzportale allerdings schnell an ihre Grenzen: In welchen Regionen bin ich investiert, wie hoch ist die Dividenenrendite oder der Yield on Cost, etc. – Spätestens hier landet man bei Excel, weil die diversen Online Musterdepots nur die Standardkennzahlen liefern. Wie bekommt man aber die aktuellen Aktienkurse in seine Excel-Tabelle? Ohne Kursdaten machen die meisten Auswertungen keinen Sinn, und jeden Tag die Werte selber eintippen ist auch eher suboptimal. Glücklicherweise gibt es bei Excel eine Online-Schnittstelle zu MSN MoneyCentral, mit der man aktuelle Kursdaten in seine Tabellen importieren kann.

Noch einfacher (und kostenlos) ist Google Docs, mit dem Vorteil gegenüber Excel, dass die Daten von überall online zugreifbar sind, und hier auch eine sehr komfortable Schnittstelle zu Google Finance eingebaut ist, mit der man vom aktuellen Aktienkurs über Marktkapitalisierung bis hin zum Kurs-Gewinn-Verhältnis alles in seine eigene Online-Tabelle einbauen kann. Die Google Tabellenkalkulation hat alle Basisfunktionen von Excel, Berechnungsformeln lassen sich hier also genau auf die eigenen Bedürfnisse anpassen.

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