Number26: Wenn die Kreditkarte etwas zu transparent ist

Number26 Karte

Ich bin ja seit einiger Zeit stolzer Besitzer einer Number26 Kreditkarte. Die Karte kommt nicht nur in schick halbtransparentem Design daher, sondern verspricht auch absolute Transparenz bei der Kartennutzung. Sobald man die Karte zum Bezahlen benutzt, ob im Internet, an der Tankstelle oder im Restaurant, erhält man „in Echtzeit“ eine Meldung auf seine Handy-App, dass eine Abbuchung erfolgt ist. Das klappt tatsächlich sehr gut: Kaum hat man bei Amazon auf den Kaufen-Knopf gedrückt oder im Supermarkt die Karte durchgezogen, erscheint auch schon die Abbuchungsinfo auf dem Handy.

Irritierend ist allerdings, was da so alles abgebucht wird.

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Der perfekte ETF auf den MSCI World

Weltkarte

Nachdem wir uns für die wichtigsten Regionen bereits die besten Indexfonds angeschaut haben, um in unserem Portfolio damit die perfekte Balance aus Amerika, Europa, Emerging Markets und Pazifikregion herzustellen, erklärt der Finanzwesir mal eben, dass das alles Unsinn und die Mühe nicht wert ist. Einfach was kostengünstiges kaufen und halten, die Aufteilung ist weitgehend egal. Nun gut, dann machen wir es uns tatsächlich mal ganz einfach und schauen uns den MSCI World an: Der Index enthält alle entwickelten Märkte, von Australien über Israel bis Portugal, so dass ich quasi die ganze Welt mit nur einem Indexfonds abgedeckt habe. Was noch fehlt sind die Emerging Markets, die würde man mit dem noch weitreichenderen MSCI ACWI („All Country World Index“) erschlagen, oder halt mit einem separaten Emerging Markets ETF.

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Dividendenstrategie – eine Blase?

Bubble Chart

Auf dem Sparkonto gibt es kaum noch Zinsen und die Anleger wissen nicht wo hin mit ihrem Geld. Statt das Geld bei Nullzinsen oder gar Negativzinsen auf dem Konto versauern zu lassen ist das Gebot der Stunde, lieber in solide Unternehmen zu investieren mit steigenden Umsätze, Gewinnen und vor allem Dividenden. Johnson&Johnson, IBM, Coca-Cola, McDonalds oder Walt Disney sind hier allererste Wahl für einen dividendenorientierten Anleger: Diese Unternehmen zahlen zuverlässig und werden auch in fünfzig Jahren noch bestehen, denn Hautcreme, Limonade, Burger und Zeichentrickfilme werden auch in Zukunft nachgefragt. Einmal kaufen und nie mehr drüber nachdenken, buy-and-hold, da kann auf lange Sicht nichts schieflaufen, selbst wenn viele dieser Unternehmen schon ganz gut gelaufen sind und vergleichsweise hohe Bewertungen haben.

Wer ein wenig in Finanzblogs liest, wird diese Argumentation schon zuhauf gelesen haben. Da werden „always buy“ Aktien wie Johnson&Johnson empfohlen, die man gedankenlos immer kaufen kann, und „high-quality companies“ wie McDonalds ausgerufen, mit denen man quasi nie etwas falsch macht.

Back to the Future

Wenn man ein paar Jahrzehnte zurückblickt stellt man fest, dass das kein wirklich neuer Trend ist. Eine sehr ähnliche Entwicklung gab es schon in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts: Die Geschichte der „Nifty-Fifty“ liest sich wie eine Blaupause für den aktuellen Dividenden-Hype, selbst die im Fokus stehenden Unternehmen sind fast unverändert.

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Das Lesen der Anderen: Oktober

Wie jeden Monat ein Blick auf interessante Artikel in der Finanzblog-Szene:

In der Herdentrieb Kolumne auf Zeit Online rechnet Dieter Wermuth vor, dass Aktien aktuell ziemlich teuer sind. Ein Rückfall des Dax auf 5.500 Punkte „würde nicht überraschen“. Mich ehrlich gesagt schon, auch wenn ich nichts dagegen hätte, die nächsten Aktienkäufe auf deutlich niedrigerem Niveau machen zu können.

Der Finanzwesir desillusioniert seine Leser und verlangt Entscheidungen – denn Hauskauf und Indexfonds gleichzeitig, das wird nichts.

Der Dividend Growth Investor hat sein Ziel nach acht Jahren fast erreicht: Gestartet mit praktisch nichts wird er dieses Jahr über 15.000 Dollar an Dividenden einstreichen. Für die Finanzielle Unabhängigkeit reichts noch nicht ganz, dafür kalkuliert er 18-24.000 Dollar pro Jahr. Neben profitabler Geldanlage war vor allem ein sparsamer Lebensstil die Grundlage seines Erfolges. Wobei er es beim Sparen nicht übertrieben und sich auch mal den einen oder anderen Drink gegönnt hat, denn „Diageo is not going to research itself after all.“

Und nochmal der Dividend Growth Investor, diesmal mit der Frage, ob ein starker Kursrückgang einer Aktie ein Kaufsignal ist. Die Antwort ist natürlich „it depends“, denn in der Regel hat ein Kursrückgang ja auch handfeste wirtschaftliche Gründe, etwas wenn das Geschäftsmodell zerbröselt. Ich stelle bei mir allerdings auch immer wieder fest, dass ein rapider Kursrückgang wie z.B. aktuell bei Walmart das Schnäppchenjägerherz höher schlagen lässt, weil die Aktie ja jetzt so schön billig ist. Leider entpuppt sich das allzu oft als Fallendes Messer (und wieder fünf Euro ins Phrasenschwein).

Fräulein Zaster beschäftigt sich mit dem Buzzword ‚Passives Einkommen‘. Und stellt fest, dass es kein free lunch gibt und das vermeintlich passive Einkommen ganz schön viel Aktivität verlangt.

Die Zeit berichtet über das Sterbehaus der Deutschen Bank, in dem die Alt-Vorstände des Hauses ihr Gnadenbrot bekommen. Spannende Einsichten in das Innere des Banksystems, und eine Bestätigung dafür, dass ich um Bankaktien seit Jahren einen großen Bogen mache.